Demand Gen Campaigns erklärt: die Weiterentwicklung von Discovery Ads

Kategorie

Google Ads

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Geschrieben von

Adbrains

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Veröffentlichungsdatum

15. Juli 2026

Im Jahr 2026 ist eine der bedeutendsten Veränderungen in Google Ads der vollständige Übergang von Discovery Ads zu Demand Gen Campaigns. Was als relativ einfaches visuelles Anzeigenformat auf Gmail, Google Discover und der YouTube-Startseite begann, hat sich zu einem vielseitigen, KI-gesteuerten Campaign-Typ entwickelt, der visuelle Reichweite mit konkreten Conversion-Zielen verbindet. In diesem Artikel erklärt AdBrains genau, was Demand Gen Campaigns sind, wie sie sich von den alten Discovery Ads unterscheiden, wann man sie einsetzt und wie unsere eigene KI-Technologie diesen Campaign-Typ auf ein strukturell höheres Niveau hebt.

Von Discovery Ads zu Demand Gen: die Weiterentwicklung

Discovery Ads wurden von Google im Jahr 2019 eingeführt, um Nutzer in Momenten zu erreichen, in denen sie offen für neue Ideen und Inspiration waren. Zu den Placements gehörten Gmail, Google Discover (der personalisierte Feed auf Mobilgeräten) und die YouTube-Startseite. Das Format funktionierte gut für Brand Awareness, hatte aber klare Einschränkungen: keine Video Ads, begrenzte Audience-Kontrolle und wenig Transparenz im Reporting pro Placement.

Im Jahr 2023 kündigte Google den Nachfolger an: Demand Gen Campaigns. Mitte 2024 wurden Discovery Ads vollständig eingestellt und durch diesen neuen Campaign-Typ ersetzt. Demand Gen ist nicht einfach ein Rebranding, sondern eine grundlegende Weiterentwicklung. Die größten Unterschiede liegen in drei Bereichen: erweiterte Placement-Optionen (einschließlich YouTube Shorts und In-Feed-Video), erweiterte Audience-Optionen wie Lookalike Audiences auf Basis von First-Party-Kundendaten sowie eine tiefere Integration mit Smart Bidding-Strategien wie Target CPA und Target ROAS.

Für Werbetreibende, die noch mit der Discovery-Ads-Denkweise arbeiten, ist es entscheidend zu verstehen, dass Demand Gen einen völlig anderen Ansatz erfordert. Die visuelle Stärke sozialer Medien wird mit Googles Intent-Signalen kombiniert, was einzigartige Möglichkeiten sowohl für E-Commerce als auch für Lead Generation schafft.

Was genau sind Demand Gen Campaigns?

Demand Gen ist ein Google Ads Campaign-Typ, der speziell darauf ausgelegt ist, im Upper- und Mid-Funnel Nachfrage zu erzeugen und gleichzeitig messbare Conversions zu generieren. Der Campaign-Typ erreicht Nutzer auf den folgenden Google-eigenen Plattformen:

  • YouTube In-Stream Ads: Anzeigen, die vor oder während YouTube-Videos angezeigt werden, überspringbar oder nicht überspringbar.
  • YouTube In-Feed Ads: Anzeigen in den YouTube-Suchergebnissen und in der Sidebar mit empfohlenen Videos.
  • YouTube Shorts: kurze, vertikale Video Ads im Shorts-Feed, derzeit eines der am schnellsten wachsenden Formate.
  • Google Discover: der personalisierte Newsfeed auf Android und iOS.
  • Gmail: gesponserte Nachrichten in den Tabs „Angebote" und „Soziale Netzwerke".
  • Google Display Network: Bildanzeigen auf Millionen von Partner-Websites und Apps.

Innerhalb einer einzigen Demand Gen Campaign können Bilder, Carousels und Video-Assets kombiniert werden. Googles KI ermittelt, welche Kombination aus Asset-Typ und Placement für einen bestimmten Nutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt die beste Conversion-Chance bietet. Das macht den Campaign-Typ deutlich leistungsstärker als seinen Vorgänger.

Audience-Optionen: Lookalike Audiences und Segmentierung

Eine der wirkungsvollsten Neuerungen in Demand Gen im Vergleich zu Discovery Ads ist die Möglichkeit, Lookalike Audiences zu nutzen. Werbetreibende können eine Liste bestehender Kunden oder Converter hochladen, woraufhin Googles KI ähnliche Nutzer anhand von Verhalten, Interessen und Intent-Signalen identifiziert. Dies ist vergleichbar mit der Lookalike-Funktionalität von Meta Ads, wird jedoch durch Googles enorme Datenkompetenz angetrieben.

Über Lookalike Audiences hinaus bietet Demand Gen Zugang zur gesamten Bandbreite von Googles Audience-Lösungen:

  • Custom Intent Audiences: Nutzer, die kürzlich nach bestimmten Begriffen gesucht oder relevante Websites besucht haben.
  • In-Market Audiences: Nutzer, die Google als aktiv an einer bestimmten Kategorie interessiert eingestuft hat.
  • Remarketing-Listen: bestehende Website-Besucher oder App-Nutzer, die erneut angesprochen werden sollen (das RLSA-Prinzip).
  • Customer Match: Aussteuerung auf Basis hochgeladener Kunden-E-Mail-Adressen.
  • Life Events: Nutzer, die ein bedeutendes Lebensereignis durchlaufen, wie einen Umzug oder einen Studienabschluss.

Die Kombination all dieser Audience-Optionen mit dem breiten Placement-Mix macht Demand Gen besonders gut geeignet für Werbetreibende, die sowohl neue Nutzer erreichen als auch bestehende Kunden reaktivieren möchten.

Assets und kreative Anforderungen

Demand Gen ist ein Asset-basierter Campaign-Typ, vergleichbar mit Responsive Search Ads (RSA) für Suchanzeigen oder Performance Max (PMax) für kanalübergreifende Campaigns. Es werden mehrere Versionen von Bildern, Headlines, Beschreibungen und Videos bereitgestellt, woraufhin Googles KI die beste Kombination pro Nutzer und Placement zusammenstellt.

Bidding-Strategie Geeignet für Erforderliche Daten Ergebnis
Target CPA (tCPA) Lead Generation, Anmeldungen, Käufe Mindestens 50 Conversions pro Monat KI optimiert auf den niedrigstmöglichen CPA
Target ROAS (tROAS) E-Commerce mit bekannten Margen Mindestens 50 Conversions + Umsatzwerte KI maximiert den Umsatzwert pro ausgegebenem Euro
Conversions maximieren Neue Campaigns, Lernphase Aktives Conversion Tracking erforderlich So viele Conversions wie möglich innerhalb des Budgets
Klicks maximieren Reichweite und Brand Awareness Keine Conversion-Daten erforderlich Maximaler Traffic auf die Landingpage

Für die meisten Werbetreibenden ist Target CPA oder Target ROAS die effektivste Wahl, sobald die Campaign ausreichend Conversion-Daten gesammelt hat. In der Anfangsphase empfehlen wir, mit „Conversions maximieren" ohne tCPA-Einschränkung zu starten, um dem Algorithmus genug Spielraum zum Lernen zu geben.

Demand Gen in der Praxis: E-Commerce und Lead Generation

Demand Gen funktioniert für eine breite Palette von Unternehmenstypen, aber die Anwendung unterscheidet sich je nach Modell. Nehmen wir ToetsJeKennis.nl, eine Online-Plattform für Prüfungen und Kurse mit einem durchschnittlichen Bestellwert von rund 50 Euro. Für diesen Typ von E-Commerce-Werbetreibenden funktioniert Demand Gen hervorragend als Mid-Funnel-Aktivierung: Potenzielle Studierende, die Google Discover oder YouTube nutzen und die Website bereits besucht haben, werden mit visuell ansprechenden Carousel Ads zu bestimmten Kursen erneut angesprochen. Durch den Aufbau einer Lookalike Audience auf Basis bestehender Käufer können auch neue, bisher unbekannte Nutzer mit einem ähnlichen Profil erreicht werden.

Für einen Lead-Generation-Werbetreibenden wie Clima-Active.nl (Spezialist für Klimaanlagen- und Wärmepumpeninstallation) liegt der Fokus anders. Hier wird Demand Gen eingesetzt, um Angebotsanfragen von Nutzern in der Überlegungsphase zu stimulieren. Video-Assets mit einer kurzen Erklärung der Vorteile von Wärmepumpen werden In-Market Audiences für „Energiesparen" und „Hausrenovierung" gezeigt. Die Kombination aus informativem Video und einem klaren Call-to-Action generiert qualitativ hochwertige Leads zu einem wettbewerbsfähigen CPL.

Ein drittes Beispiel: E-4motion.com, der Webshop für neue elektrische Faltfahrräder, nutzt Demand Gen für beide Ziele gleichzeitig. Kurze YouTube Shorts zeigen die Fahrräder in Aktion (E-Commerce-Aktivierung), während eine separate Anzeigengruppe mit einer „Probefahrt buchen"-Botschaft auf die Generierung von Probefahrtanfragen ausgerichtet ist (Lead Generation).

Wie AdBrains AI Demand Gen Campaigns optimiert

Demand Gen Campaigns mögen einfach einzurichten erscheinen, aber echte Performance wird durch die Qualität der Optimierung nach dem Launch bestimmt. Genau hier unterscheidet sich AdBrains mit unserer eigenen KI-Technologie, die speziell für die Verwaltung von Google Ads- und Meta Ads-Campaigns entwickelt wurde.

Unser Multi-Agent-Verifizierungssystem spielt eine Schlüsselrolle im Demand Gen Management. Jede Optimierungsentscheidung – vom Pausieren eines schlecht performenden Assets bis hin zur Anpassung eines tCPA-Ziels – wird zunächst von vier unabhängigen KI-Agenten geprüft, bevor die Änderung tatsächlich umgesetzt wird. Dies verhindert impulsive Anpassungen, die die Lernphase stören, und sorgt für eine stabile, konsistente Campaign-Performance.

Für die kreative Seite wendet AdBrains ein RSA-Verbesserungssystem auch auf Demand Gen Assets an. Unsere KI analysiert kontinuierlich, welche Headlines, Beschreibungen und visuellen Kombinationen den höchsten Ad Strength Score und die beste CTR erzielen. Assets mit dem Status POOR werden automatisch zur Überarbeitung markiert, und unser System generiert konkrete Verbesserungsvorschläge auf Basis von Landingpage-Analysen und branchenspezifischen Sprachmustern.

Unsere automatisierte tCPA/tROAS-Optimierung passt Bidding-Strategien täglich auf Basis des aktuellen Conversion-Volumens und der Margenziele des Kunden an. Für E-Commerce-Kunden wie ToetsJeKennis.nl wird der tROAS kontinuierlich angepasst, wenn sich saisonale Muster oder Aktionen ändern. Für Lead-Generation-Kunden wie Clima-Active.nl optimiert das System auf den CPL unter Berücksichtigung der Lead-Qualität, gemessen über die CRM-Integration.

Unsere Automatisierung im Audience Management stellt sicher, dass PROD-Audiences, Inkubator-Audiences und RLSA-Listen wöchentlich automatisch aktualisiert werden. Für Demand Gen ist dies entscheidend: Lookalike Audiences sind nur dann präzise, wenn die Quellliste aktuell und ausreichend groß ist. AdBrains' KI überwacht die Listengrößen und signalisiert automatisch, wenn eine Liste für eine effektive Lookalike-Generierung zu klein geworden ist.

Schließlich sorgt unsere server-side Signal-Anreicherung über eine proprietäre sGTM-Infrastruktur für angereicherte Conversion-Signale in Demand Gen Campaigns. Durch die Verknüpfung von First-Party-Daten mit Conversion-Events erhält Googles Smart Bidding-Algorithmus reichhaltigere Signale über den Wert jeder Conversion, was zu einer besseren Audience-Modellierung und letztendlich zu niedrigeren CPAs und höheren ROAS-Werten führt als bei Werbetreibenden, die sich ausschließlich auf das Standard-Conversion Tracking verlassen.

Demand Gen vs. Performance Max: wann welches wählen?

Eine häufig gestellte Frage ist, wie Demand Gen sich zu Performance Max verhält. Beide Campaign-Typen nutzen KI und mehrere Placements, verfolgen jedoch einen grundlegend anderen Zweck. Performance Max ist auf maximale Conversion-Effizienz über alle Google-Kanäle hinweg ausgelegt, einschließlich Search, Shopping, Display, YouTube und Gmail. Demand Gen konzentriert sich speziell auf visuelle Kanäle und legt größeren Wert auf Audience-Targeting und kreative Kontrolle. Für Werbetreibende, die bereits Performance Max einsetzen, ist Demand Gen eine wertvolle Ergänzung – kein Ersatz.

Häufig gestellte Fragen zu Demand Gen Campaigns

Was ist der Unterschied zwischen Demand Gen und Discovery Ads?

Discovery Ads waren der Vorgänger von Demand Gen. Der größte Unterschied liegt in den verfügbaren Placements und Asset-Typen. Demand Gen ergänzt die bestehenden Discovery-Placements (Gmail, Google Discover, YouTube-Startseite) um YouTube Shorts, In-Stream-Video und das Google Display Network. Darüber hinaus bietet Demand Gen Lookalike Audiences, eine tiefere Smart Bidding-Integration und granulares Reporting pro Kanal. Discovery Ads wurden Mitte 2024 vollständig eingestellt.

Welches Budget ist für Demand Gen geeignet?

Demand Gen kann bereits ab einem Tagesbudget von 20 bis 30 Euro effektiv funktionieren, für eine optimale Smart Bidding-Lernperformance werden jedoch mindestens 50 Euro pro Tag empfohlen. Der Campaign-Typ benötigt ausreichend Conversion-Daten, um den Algorithmus zu trainieren. Bei kleineren Budgets empfehlen wir, mit „Conversions maximieren" ohne tCPA-Ziel zu starten und erst dann einen Target CPA oder Target ROAS festzulegen, wenn 50 oder mehr Conversions pro Monat getrackt wurden.

Kann ich Demand Gen und Performance Max gleichzeitig schalten?

Ja, und für viele Werbetreibende ist dies tatsächlich die effektivste Account-Struktur. Performance Max konzentriert sich auf alle Google-Kanäle mit starkem Fokus auf Conversion-Effizienz, während Demand Gen die visuelle Mid-Funnel-Komponente übernimmt. Achte auf eine klare Audience-Segmentierung und Budgetaufteilung, um Überschneidungen und Budget-Kannibalisierung zu vermeiden. Im AdBrains-Ansatz analysieren wir kontinuierlich Überschneidungen und passen Campaign-Einstellungen automatisch an, um eine saubere Trennung zwischen den beiden Campaign-Typen zu gewährleisten.

Wie messe ich den Erfolg einer Demand Gen Campaign?

Neben den Standard-Conversion-KPIs (CPA, ROAS, Conversion Rate) gibt es Demand Gen-spezifische Metriken, die Beachtung verdienen. View-Through Conversions messen Nutzer, die eine Anzeige gesehen haben, aber nicht direkt geklickt haben und dennoch später konvertiert sind. Engaged-View Conversions (spezifisch für YouTube) messen Conversions nach einer bedeutsamen Video-Interaktion. Stelle sicher, dass Conversion Tracking korrekt eingerichtet ist und Enhanced Conversions aktiviert sind, um eine möglichst vollständige Messung zu gewährleisten. AdBrains' server-side Tracking stellt sicher, dass Conversions auch dann erfasst werden, wenn sie sonst durch Ad-Blocker oder Cookie-Einschränkungen verloren gehen würden.

Sind Lookalike Audiences in Demand Gen genauso effektiv wie auf Meta Ads?

Lookalike Audiences in Demand Gen basieren auf Googles eigenen Intent- und Verhaltensdaten, die sich in ihrer Natur von Metas Social-Graph-Daten unterscheiden. Beide haben ihre Stärken: Metas Lookalikes sind besonders wirkungsvoll für breite Verbrauchersegmente und soziales Verhalten, während Googles Lookalikes besonders effektiv für Nutzer sind, die sich aktiv in der Recherche- und Überlegungsphase befinden. Für die meisten Werbetreibenden liefern beide Plattformen komplementäre Ergebnisse, und ein integrierter Ansatz über Google und Meta hinweg bietet die breiteste Abdeckung.

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