Location Targeting in Google Ads: Presence vs. Interest erklärt

Kategorie

Google Ads

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Geschrieben von

Adbrains

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Veröffentlichungsdatum

1. August 2026

Location Targeting ist eine der am meisten unterschätzten Einstellungen in Google Ads. Viele Werbetreibende wählen eine Region aus und belassen es dabei, ohne zu realisieren, dass Google standardmäßig zwei grundlegend verschiedene Targeting-Modi kombiniert: Presence (physische Anwesenheit) und Interest (Interesse an einem Standort). Dieser subtile, aber entscheidende Unterschied bestimmt maßgeblich, wer deine Anzeigen sieht – und damit, wie viel deines Budgets tatsächlich die richtigen Personen erreicht. Dieser Artikel erklärt genau, was beide Optionen bedeuten, wann welche Einstellung verwendet werden sollte und wie AdBrains seine eigene KI-Technologie einsetzt, um dieses Targeting kontinuierlich zu überwachen und für optimale Kampagnenleistung zu verfeinern.

Was ist Location Targeting in Google Ads?

Mit Location Targeting in Google Ads bestimmst du, welche Nutzer deine Anzeigen auf Basis geografischer Kriterien sehen. Du kannst Länder, Regionen, Städte, Postleitzahlgebiete oder sogar einen Radius um eine bestimmte Adresse targetieren. Das klingt einfach, doch die eigentliche Komplexität liegt in der Frage: Auf welcher Grundlage entscheidet Google, ob jemand zu deiner Zielregion gehört?

Google verwendet hierfür zwei Signale. Das erste Signal ist der tatsächliche physische Standort des Nutzers, ermittelt über GPS, WLAN oder IP-Adresse. Das zweite Signal ist die Suchanfrage selbst: Wenn jemand in Köln nach „Klimaanlage installieren München" sucht, kann Google dies als Interesse an München interpretieren. Diese Unterscheidung bildet die Grundlage der beiden Targeting-Optionen: Presence und Interest.

Presence: Personen am Standort selbst erreichen

Die Presence-Einstellung zielt ausschließlich auf Nutzer ab, die sich physisch in deiner ausgewählten Region befinden. Google stützt sich dabei auf Standortsignale wie GPS-Daten des Geräts, das verbundene WLAN-Netzwerk oder die IP-Adresse. Jemand, der in München wohnt und auch dort sucht, fällt in dieses Targeting. Jemand, der in Hamburg sitzt und nach „Klimaanlage München" sucht, hingegen nicht.

Presence ist die empfohlene Standardeinstellung für die meisten lokal ausgerichteten Kampagnen. Denk an ein Unternehmen wie Clima-Active.nl, das Klimaanlagen und Wärmepumpen in einer bestimmten Region installiert. Wenn es in Nordholland wirbt, möchte es nicht für Klicks von Personen aus anderen Provinzen zahlen, die zufällig nach „Wärmepumpe Nordholland" suchen. Mit reinem Presence-Targeting zahlt Clima-Active.nl ausschließlich für Nutzer, die sich tatsächlich in Nordholland befinden und daher potenziell zu Kunden werden können.

Die Vorteile von Presence-Targeting machen sich direkt in der Kampagnenleistung bemerkbar. Verschwendetes Budget für irrelevante Standorte sinkt deutlich, die conversion rate steigt, weil der Traffic relevanter ist, und Googles Smart Bidding-Algorithmen erhalten bessere Daten, da die Standortsignale sauberer sind.

Interest: Personen erreichen, die Interesse an einem Standort zeigen

Die Interest-Einstellung zielt auf Nutzer ab, die durch ihre Suchanfragen Interesse an deiner Zielregion zeigen – unabhängig davon, wo sie sich physisch befinden. Jemand in Den Haag, der nach „E-Bike kaufen Amsterdam" sucht, würde bei dieser Einstellung in das Targeting einer Amsterdamer Kampagne fallen.

Interest ist für bestimmte Geschäftsmodelle sinnvoll. Einige Situationen, in denen Interest-Targeting Sinn ergibt:

  • Tourismusanbieter, die Personen erreichen möchten, die einen Urlaub oder Tagesausflug in eine bestimmte Region planen
  • Immobilienplattformen, die Personen ansprechen, die aktiv nach Wohnungen in einer Stadt suchen, in der sie noch nicht leben
  • Nationale Webshops, die regional relevante Suchbegriffe erfassen möchten, auch von Personen außerhalb dieser Region
  • Veranstalter, die Besucher von außerhalb der Stadt anziehen möchten, in der das Event stattfindet
  • E-4motion.com, das elektrische Faltfahrräder verkauft und auch Personen erreichen möchte, die von einem anderen Standort aus nach „E-Bike kaufen [Stadt]" suchen

Das Risiko von Interest-Targeting besteht darin, dass die Reichweite größer, aber weniger präzise wird. Die Absicht eines Nutzers außerhalb der Region kann sich von der einer Person unterscheiden, die sich tatsächlich dort befindet. Bei Lead-Generierungs-Kampagnen, bei denen die Dienstleistung geografisch gebunden ist – etwa Installations- oder Bauunternehmen –, führt Interest-Targeting schnell zu irrelevanten Leads und höheren Kosten pro conversion.

Googles Standardeinstellung: Presence + Interest kombiniert

Hier liegt eine häufige Falle: Google stellt neue Kampagnen standardmäßig auf Presence oder Interest ein. Das bedeutet, dass deine Anzeigen sowohl allen Personen in der Region als auch allen Personen gezeigt werden, die Interesse an der Region zeigen. Für viele Werbetreibende ist das eine zu breite Einstellung, die unnötig Budget für Besucher ausgibt, die letztendlich nicht konvertieren.

Stell dir vor, LeroyBrouwer.nl betreibt eine Lead-Generierungs-Kampagne, die auf Unternehmer in der Region Utrecht abzielt. Mit der kombinierten Standardeinstellung könnten Anzeigen auch Unternehmern aus anderen Provinzen ausgespielt werden, die irgendwann eine Suchanfrage mit „Utrecht" eingegeben haben. Das sind Besucher, die den gewünschten Lead wahrscheinlich nicht liefern werden, für die aber trotzdem bezahlt wird. Diese Einstellung auf Presence-only umzustellen ist eine der ersten und wirkungsvollsten Optimierungen, die du in einer Kampagne vornehmen kannst.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Einstellung für verschiedene Unternehmenstypen am besten geeignet ist:

Unternehmenstyp Empfohlene Einstellung Begründung
Lokaler Dienstleister (Klimaanlage, Wärmepumpe) Presence only Dienstleistung ist geografisch gebunden, irrelevante Leads sind ein Kostenfaktor
Nationaler Webshop (E-Commerce) Presence + Interest oder Interest Große Reichweite gewünscht, Nutzer außerhalb der Region können trotzdem kaufen
Regionaler Webshop oder Kursplattform Presence only (mit Ausnahmen) Regionale Relevanz ist entscheidend, aber der Online-Kauf ist nicht standortgebunden
Tourismusanbieter oder Veranstaltung Interest Die Zielgruppe befindet sich per Definition außerhalb des Zielstandorts
Immobilien oder Umzugsdienstleistungen Interest oder kombiniert Potenzieller Kunde sucht von einer anderen Region aus nach einem neuen Zuhause

Es ist wichtig zu betonen, dass es keine universell richtige Wahl gibt. Die optimale Einstellung hängt vom Geschäftsmodell, der Art des Produkts oder der Dienstleistung und der geografischen Reichweite deines Angebots ab. Dennoch machen viele Werbetreibende den Fehler, die Standardeinstellung nie zu überprüfen und unwissentlich für Traffic zu zahlen, der nicht konvertiert.

Wie AdBrains KI das Location Targeting automatisch optimiert

Bei AdBrains ist Location Targeting keine einmalige Einstellung, die nach dem Kampagnenstart in Vergessenheit gerät. Unsere eigene KI-Technologie überwacht, analysiert und optimiert die Standorteinstellungen aller Kampagnen kontinuierlich auf Basis von Echtzeit-Performance-Daten. So arbeiten unsere KI-Module zu diesem spezifischen Thema.

Unser Multi-Agenten-Verifizierungssystem prüft bei jeder neuen Kampagnenerstellung automatisch, ob die Location-Targeting-Einstellung zum Geschäftsmodell des Kunden passt. Vier unabhängige KI-Agenten bewerten die Einstellung aus verschiedenen Perspektiven: conversion rate pro Region, CPA pro Standortsegment, Budgetverteilung und Smart Bidding-Signalqualität. Erst wenn alle vier Agenten übereinstimmen, wird die Einstellung bestätigt. So wird verhindert, dass Kampagnen mit Googles suboptimaler Standardeinstellung gestartet werden.

Unsere automatisierte tCPA/tROAS-Optimierung berücksichtigt ebenfalls Standortdaten. Die KI analysiert täglich CPA und ROAS pro Standortsegment und erkennt Muster, bei denen bestimmte Regionen konstant höhere oder niedrigere Leistungen erzielen. Auf dieser Basis werden automatisch Standort-Gebotsanpassungen vorgenommen, die das Budget in Richtung der Regionen mit dem höchsten conversion-Wert verschieben.

Zusätzlich nutzt unsere KI automatisiertes Search-Term-Mining, um standortspezifische Suchbegriffe zu erkennen. Wenn die Suchanfragen-Analyse zeigt, dass viele nicht konvertierende Klicks von Anfragen stammen, die einen Standortnamen außerhalb der Zielregion enthalten, werden diese Begriffe automatisch als negative Keywords hinzugefügt. Das ist eine doppelte Absicherung zusätzlich zur Presence-Einstellung selbst.

Für Kunden wie Clima-Active.nl bedeutet das, dass die KI wöchentlich prüft, ob Klicks aus Regionen außerhalb des Servicebereichs eingehen, Standortausschlüsse automatisch aktualisiert und über die erzielten Kosteneinsparungen berichtet. Für E-4motion.com, das elektrische Faltfahrräder über einen Webshop verkauft, analysiert die KI, welche Regionen die höchste E-Commerce-conversion-Rate aufweisen, und verschiebt das Budget entsprechend dorthin – mit Interest-Targeting für Regionen, in denen die Nachfrage wächst.

Das Ergebnis ist eine Location-Targeting-Strategie, die nicht statisch ist, sondern sich kontinuierlich an die Realität des Suchverhaltens, der conversion-Daten und des verfügbaren Budgets anpasst. Manuelle Verwaltung reicht hier nicht aus: Die meisten Agenturen überprüfen die Standorteinstellungen höchstens monatlich, während sich Suchverhalten und Standortmuster täglich verändern.

Standortausschlüsse: die vergessene Gegenseite

Neben dem Festlegen von Zielstandorten ist das Ausschließen von Standorten ebenso wichtig. Google Ads bietet die Möglichkeit, bestimmte Regionen, Städte oder Postleitzahlgebiete explizit vom Targeting auszuschließen. Das ist besonders wertvoll, wenn du eine Kampagne für ein ganzes Land schaltest, aber explizit nicht in bestimmten Regionen werben möchtest – zum Beispiel, weil du dort keine Dienstleistungen anbietest.

Ein effektiver Ansatz für Standortausschlüsse umfasst folgende Schritte:

  1. Den Standortbericht in Google Ads exportieren und CPA sowie ROAS pro Region der letzten 90 Tage analysieren
  2. Regionen identifizieren, die strukturell einen höheren CPA als der Durchschnitt aufweisen, oder Regionen mit null conversions trotz erheblichem Klickvolumen
  3. Diese Regionen auf Kampagnenebene als ausgeschlossene Standorte hinzufügen
  4. Nach 4 bis 6 Wochen prüfen, ob der CPA der Kampagne gestiegen ist und ob der ausgeschlossene Traffic tatsächlich irrelevant war
  5. Diesen Prozess monatlich wiederholen oder über KI-Reporting automatisieren

Das konsequente Anwenden von Standortausschlüssen ist eine der direktesten Methoden, die Kampagneneffizienz zu verbessern, ohne Gebote oder Anzeigentexte zu ändern.

Location Targeting und Smart Bidding: eine starke Verbindung

Ein Aspekt, den viele Werbetreibende übersehen, ist die Beziehung zwischen Location Targeting und Smart Bidding. Die Algorithmen hinter Target CPA und Target ROAS lernen aus historischen conversion-Daten, und der Standort ist eines der stärksten Signale dabei. Wenn das Location Targeting zu weit gefasst ist, erhält das Smart Bidding-Modell ein verfälschtes Signal: Es sieht conversions aus verschiedenen Regionen gemischt und kann daher Gebote weniger präzise kalibrieren.

Indem du das Location Targeting auf die Regionen schärfst, in denen conversions tatsächlich stattfinden, gibst du Smart Bidding saubere, konsistente Daten. Das führt zu besseren Vorhersagen, genaueren Geboten und letztendlich einem niedrigeren CPA oder höheren ROAS. Es ist daher kein Zufall, dass CPA-Verbesserungen teilweise durch diesen Smart Bidding-Effekt erklärt werden: Nicht nur wird der Traffic relevanter, sondern auch der Bidding-Algorithmus arbeitet besser.

Für ToetsJeKennis.nl, das Online-Prüfungen und Kurse anbietet, spielt das auf interessante Weise eine Rolle. Als Webshop mit einem Online-Produkt ist es im Prinzip für ganz Deutschland relevant. Dennoch zeigen Standortdaten, dass bestimmte Bundesländer eine deutlich höhere conversion-Rate aufweisen – möglicherweise aufgrund demografischer Faktoren oder der Art der Bildung, die in diesen Regionen populärer ist. Durch das Einrichten regionaler Gebotsanpassungen oder das Erstellen regionaler Kampagnen kann Smart Bidding pro Region optimieren und das Budget präziser verteilen.

Häufige Fehler beim Location Targeting

Nachdem die Theorie klar ist, ist es sinnvoll, die häufigsten Fehler aufzulisten. Diese Fehler tauchen regelmäßig in Kampagnen auf, die wir von anderen Agenturen oder von Werbetreibenden übernehmen, die ihre Konten selbst verwalten:

  • Die Standard-Einstellung Presence + Interest nie anpassen: mit Abstand der häufigste Fehler. Kampagnen laufen jahrelang mit der kombinierten Einstellung, ohne dass jemand nachschaut.
  • Keine Standortausschlüsse gesetzt: Regionen, in denen nie conversions stattfinden, bleiben aktiv und verbrauchen Budget ohne Gegenwert.
  • Standortberichte nicht analysieren: Standortdaten in Google Ads liefern wertvolle Erkenntnisse, werden von vielen Werbetreibenden aber nie ausgewertet.
  • Nationale Kampagne ohne regionale Segmentierung: In einer nationalen Kampagne mit einer Anzeigengruppe kann Smart Bidding nicht nach Region differenzieren; dann sind separate Kampagnen oder Gebotsanpassungen erforderlich.
  • Interest für physisch gebundene lokale Dienstleistungen verwenden: Wie bereits erläutert, führt das bei lokalen Dienstleistern zu irrelevanten Leads und höherem CPA.
  • Keine Abstimmung zwischen Location Targeting und Anzeigentext: Wenn du eine Region targetierst, der Anzeigentext aber keine lokale Relevanz enthält, sinkt der Quality Score und der CPC steigt.

Häufig gestellte Fragen zum Location Targeting in Google Ads

Was ist der Unterschied zwischen Presence und Interest beim Location Targeting in Google Ads?

Presence zielt auf Nutzer ab, die sich physisch in deiner ausgewählten Region befinden – ermittelt über GPS, WLAN oder IP-Adresse. Interest zielt auf Nutzer ab, die durch ihre Suchanfragen Interesse an dieser Region zeigen, unabhängig von ihrem physischen Standort. Google stellt standardmäßig die Kombination aus Presence oder Interest ein, was für lokale Dienstleister häufig zu weit gefasst ist. Für physisch gebundene Dienstleistungen wie die Installation von Klimaanlagen oder Angebotsanfragen empfehlen wir Presence-only; für Webshops und Tourismusanbieter kann Interest-Targeting wertvoll sein.

Wie ändere ich die Location-Targeting-Einstellung in Google Ads?

Navigiere in Google Ads zur entsprechenden Kampagne, klicke auf „Einstellungen" und finde den Bereich „Standorte". Klicke auf „Erweiterte Sucheinstellungen" (oder „Standortoptionen"), um den Targeting-Modus einzusehen. Dort findest du die Auswahl zwischen Presence, Interest oder der Kombination. Ändere dies auf die Einstellung, die zu deinem Geschäftsmodell passt. Beachte, dass diese Einstellung pro Kampagne gilt und daher für jede Kampagne separat vorgenommen werden muss.

Hat Location Targeting Auswirkungen auf Smart Bidding?

Ja, absolut. Smart Bidding-Strategien wie Target CPA und Target ROAS nutzen den Standort als eines ihrer stärksten Vorhersagesignale. Wenn das Location Targeting zu weit gefasst ist, erhält der Bidding-Algorithmus verfälschte Daten und die Gebote werden ungenauer. Indem du das Location Targeting auf Regionen mit nachgewiesenem conversion-Wert schärfst, verbesserst du die Datenqualität für Smart Bidding, was zu besseren Vorhersagen und niedrigeren Kosten pro conversion führt.

Sollte ich für jede Region eine separate Kampagne erstellen?

Das hängt vom verfügbaren Budget und dem gewünschten Differenzierungsgrad ab. Bei großen Budgets und stark unterschiedlichen Regionen ist eine separate Kampagne pro Region der beste Ansatz, da du dann Gebot, Anzeigentext und Budget pro Region anpassen kannst. Bei kleineren Budgets ist eine Kampagne mit Standort-Gebotsanpassungen oft effizienter, da du dann genügend conversion-Daten für Smart Bidding ansammelst. Wenn das conversion-Volumen pro Region für eine separate Kampagne zu gering ist, ist eine kombinierte Kampagne vorzuziehen.

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